Frauen in MINT-Berufen: So rekrutieren Sie mehr weibliche Talente
Von 44 Millionen ErwerbstĂ€tigen in Deutschland sind allein 9,52 Millionen Menschen in MINT-Berufen tĂ€tig. Laut der Bundesagentur fĂŒr Arbeit wĂ€chst die Nachfrage nach qualifiziertem Fachpersonal stetig. Circa jede vierte neu gemeldete Stelle stammt aus dem MINT-Sektor (Mathematik, Informatik, Natur- und Ingenieurwissenschaft und Technik), doch die Besetzung der offenen Stellen gestaltet sich schwierig.
Im Durchschnitt ist eine Stelle aus dem MINT-Bereich 135 Tage vakant und bleibt damit viel lĂ€nger unbesetzt als in anderen Berufsgruppen. Zudem sind die aktuell angestellten FachkrĂ€fte gröĂtenteils im fortgeschrittenen Alter und scheiden nach und nach auf dem Arbeitsmarkt aus. Bis 2020 werden 1,38 Millionen offene Fachstellen vorausgesagt – viele MINT-Berufe sind bereits heute von akutem FachkrĂ€ftemangel bedroht.
Wir verraten Ihnen deshalb, was Sie tun können, um mehr weibliches Personal in MINT-Berufen zu rekrutieren.
MINT-Berufe sind immer noch mÀnnerdominiert
Immer mehr Frauen studieren technische Berufe und rĂŒcken im Arbeitsmarkt nach, doch BewerbungseingĂ€nge von weiblichem Fachpersonal sind bei Ihnen Fehlanzeige?
Das Werben um die weiblichen ArbeitskrĂ€fte braucht neue DenkansĂ€tze. Aber wie muss sich ein Unternehmen aufstellen, um fĂŒr Nachwuchs-MINT-Frauen attraktiver zu werden? Ihre Stellenausschreibung mag vermeintlich ansprechend gestaltet sein, doch Frauen nehmen eine Stellenanzeige anders wahr als MĂ€nner.
Alles beginnt bei der Sprache
Wie in unserem Artikel âWarum inklusive Sprache in Stellenanzeigen so wichtig istâ bereits beschrieben, wirken einige Formulierungen auf Frauen abschreckend. Wenn Sie beabsichtigen mehr weibliche Talente mit Ihrer Anzeige anzusprechen, dann sollten Sie eine mĂ€nnliche TonalitĂ€t vermeiden. Damit gemeint sind mĂ€nnlich stereotypisierte Formulierungen wie âoffensivâ, âdurchsetzungsstarkâ oder âanalytischâ. Fordern Sie solche Eigenschaften, so schrecken viele Frauen zurĂŒck, denn weibliche Kandidaten schĂ€tzen oft jede Anforderung als unerlĂ€sslich ein und bewerben sich erst gar nicht.
Authentische Bilder machen einen Unterschied
Nicht nur Wörter lassen eine Frau zurĂŒckschrecken, auch die Bildsprache ist entscheidend. Die Meinung ĂŒber Ihr Unternehmen wird stark davon beeinflusst, was Ihre Bilder, Grafiken oder Videos ĂŒber Sie aussagen. Seien Sie authentisch, und stellen Sie den typischen Arbeitsalltag mit Bildern dar. Nicht selten wird im MINT-Bereich mit abstrakten und futuristischen Grafiken gearbeitet â fĂŒr weibliche Talente zĂ€hlt vor allem aber ein glaubwĂŒrdiger Eindruck in Ihr Unternehmen und das am besten in hellen Farben.
So zeigen Sie auch, dass DiversitĂ€t in Ihrem Unternehmen tatsĂ€chlich gelebt wird. Fotos und Videos mit kĂŒnftigen Kolleg:innen können auch darstellen, wie die Arbeit in einem von MĂ€nnern dominierten Team aussehen wird. Weibliche Talente möchten als kompetent und auf gleicher Augenhöhe mit anderen Mitarbeiter:innen wahrgenommen werden.
Die Arbeitskultur ist entscheidend
Weibliche Talente interessiert an erster Stelle, wie das kĂŒnftige Arbeitsumfeld aussehen wĂŒrde. Erst danach setzen sie sich mit den Anforderungen und ihrer kĂŒnftigen Position auseinander. Frauen recherchieren ausfĂŒhrlicher als MĂ€nner. Sei es auf Social-Media oder durch ehemalige Mitarbeiter:innen â sie machen sich zunĂ€chst ein genaues Bild ĂŒber ihren potenziellen neuen Arbeitgeber. Können sich Frauen in Ihrem Unternehmen wohl fĂŒhlen?
Die extremste AusprĂ€gung einer mĂ€nnlich dominierten Unternehmenskultur findet sich im Silicon Valley. In vielen groĂen High-Tech-Firmen ist die âBro-Cultureâ oder âHacker-Kulturâ, wie sie dort genannt wird, gang und gĂ€be. Die mĂ€nnlich-dominierte Kultur ist geprĂ€gt von Verhaltensweisen, die typisch sind, wenn die Arbeitskolleg:innen wie Freunde oder BrĂŒder behandelt werden. Frauen fĂŒhlen sich in solch einer Umgebung jedoch meist unwohl oder haben sogar das GefĂŒhl sie wĂŒrden diskriminiert. Eine âneutraleâ Unternehmenskultur ist eine Grundvoraussetzung, wenn Frauen erfolgreich fĂŒr MINT-Positionen rekrutiert werden sollen. ErzĂ€hlen Sie schon in Ihrer Stellenanzeige, wenn Ihre Firma Bedingungen wie âTeilzeitâ, âRĂŒckkehr zur Vollzeitâ oder âWeiterbildungenâ anbietet.
Der frĂŒhe Vogel..
Lernen Sie ihr kĂŒnftiges Personal schon frĂŒh kennen. Ganz nach dem Sprichwort, sollten Sie schon wĂ€hrend der Ausbildung auf sich aufmerksam machen. Immer mehr Frauen entscheiden sich fĂŒr den Berufsweg im MINT-Sektor, doch die meisten FachkrĂ€fte befinden sich noch in der Schule, Ausbildung oder im Studium. Seien Sie also in den Schulen prĂ€sent oder laden Sie zum Tag der Offenen TĂŒr ein. Ermöglichen Sie Praktika und bleiben Sie mit den Talenten in Kontakt. So können sich die Interessentinnen schon vorab ein Bild machen und die Wahrscheinlichkeit, dass Sie dann bei gegebener Zeit eine Bewerbung erhalten wird enorm gesteigert.
we take care of it!
Ăberlassen Sie uns die Arbeit
Die Job-Union ist eine renommierte Agentur fĂŒr Personalmarketing, die sich auf Stellenanzeigen spezialisiert hat. Wir verschaffen unseren Kunden einen Ăberblick ĂŒber die Welt der Online-Stellenbörsen und helfen Ihnen bei der Schaltung von Stellenanzeigen. Dabei werden alle Kund:innen individuell beraten und abhĂ€ngig vom Budget und der zu besetzenden Vakanz, werden geeignete Konzepte angeboten.
- Im GesprÀch erörtern wir Ihre Herausforderungen.
- Sie erhalten Ihr ganz persönliches Angebot.
- Wir kĂŒmmern uns um die gesamte Abwicklung.
- Layout der Anzeige, sowie ĂberprĂŒfung auf AGG KonformitĂ€t und Formulierungen sind bei uns inklusive.
- Gerne ĂŒbernehmen wir auch den gesamten Bewerberprozess und treffen eine Vorauswahl an geeigneten BewerberInnen fĂŒr Sie
Sparen Sie Zeit und Kosten und erhöhen Sie die Erfolgschancen auf qualifizierte und diverse Talente!
So kriegen Sie Alle! - Warum inklusive Sprache in Stellenanzeigen so wichtig ist
Viele Unternehmen leiden nicht nur unter dem FachkrÀftemangel, sondern auch an einem DiversitÀtsmangel. Doch immer noch werden Stellenanzeigen hÀufig so formuliert, dass Kandidaten:innen mit diversem Hintergrund abgeschreckt werden. Die Macht der Sprache wird oft unterschÀtzt: Texte werden im Zusammenhang interpretiert. Wir alle tragen bestimmte Sozialisierungen in uns und verstehen Worte nach Mustern, die wir uns eingeprÀgt haben.
Die Macht der Sprache & wie sie uns beeinflusst
Um Ihnen zu veranschaulichen, wie Sprache wirkt, folgt zunĂ€chst ein RĂ€tsel. Lesen Sie sich den Text aufmerksam durch und beantworten Sie fĂŒr sich die gestellte Frage.

Was passiert in diesem Beispiel? Unsere unbewusste Voreingenommenheit beschreibt uns ein Bild vor dem inneren Auge, auf dem der âSpezialistâ als Mann dargestellt ist. Es dauert eine Weile, bis sich der bewusste Teil des Gehirns einschaltet: Na klar, es ist die Mutter!
Die Verwendung von solchen Wörtern, die unbewusste Stereotype in uns hervorrufen, wird âGendered Wordingâ genannt. Diese Formulierungen appellieren an Eigenschaften, die typischerweise Frauen oder MĂ€nnern zugesprochen werden. So gilt das Wort âmitfĂŒhlendâ als weibliches Attribut â Das Wort âLeaderâ erzeugt eher ein mĂ€nnliches Bild. Aber auch Wörter wie âehrgeizigâ und âjung und dynamischâ werden von Personen, je nach Geschlecht, Herkunft oder Alter verschieden aufgefasst.
Maskulin thematisierte Wörter sind in allen Branchen weit verbreitet

Diese unbewusste Wahrnehmung lĂ€sst sich auch beim Thema Stellenanzeigen erkennen. Eine GroĂ angelegte Studie in den USA und Deutschland zeigte, dass die traditionelle Ansprache hĂ€ufig dazu fĂŒhrte, dass die Anzeige fĂŒr Personen mit diversem Hintergrund abschreckend und weniger attraktiv wirkte.
Jedoch stellte sich auch heraus, dass der GroĂteil der Stellenanzeigen heute immer noch im traditionellen Stil geschrieben wird. 70 Prozent der Anzeigen verwenden die maskuline Formulierung. In den MINT Berufen (Mathematik, Ingenieurwesen, Naturwissenschaften und Technik) sind es sogar 92 Prozent. Dies hat zur Folge, dass die Wahrscheinlichkeit von weiblichen bzw. diversen Bewerbungen eher gering ausfĂ€llt.
Stellenausschreibungen mit geschlechtsneutralen Formulierungen erhalten 42% mehr Bewerbungen

Wer solche Begriffe weg lĂ€sst, erhĂ€lt auch mehr Bewerbungen. Die Studie belegt, dass Anzeigen mit neutralen Formulierungen 42 Prozent mehr Bewerber:innen-RĂŒcklauf erhalten. Stellenanzeigen sollten also unbedingt inklusiv geschrieben sein.
Inklusive Sprache â was bedeutet das?
Inklusive Sprache unterlĂ€sst alle Bezeichnungen, die auf nicht dominante Gruppen abschreckend wirken. Sie bezieht alle Geschlechter mit ein. Doch inklusives Schreiben fĂ€ngt erst bei gender-neutralen Formulierungen an. Gemeint sind alle Begrifflichkeiten, Kombinationen, Bausteine und die TonalitĂ€t eines Textes. Alle Menschen, egal welcher Herkunft, Hautfarbe, Alter oder sexueller Ausrichtung sollen sich angesprochen fĂŒhlen. Inklusive Sprache sorgt dafĂŒr, dass beim Lesen nicht nur ein bestimmtes Bild entsteht, sondern alle mit einbezogen sind und schafft somit Zugehörigkeit.
Stellenanzeigen inklusiv formulieren â 4 Faktoren auf die es ankommt
Es ist nicht leicht, sich inklusive Sprache anzueignen, denn seit der Kindheit wird der Gebrauch von Wörtern erlernt und von der Umwelt geprĂ€gt. Wenn Sie Ihr Team jedoch diverser gestalten wollen, halten Sie sich vor Augen, welchen Einfluss die Sprache auf die Wahrnehmung der Stelle haben kann. Wir geben Ihnen Tipps, wie Sie in Zukunft mit Ihrer Ausschreibung die gewĂŒnschten Personen ansprechen und nicht mehr abschreckend wirken.

Stellenanzeige richtig strukturieren
Ausschlaggebend ist zum einen, wie die Stellenanzeige strukturiert ist und welche Wort Kombinationen gewĂ€hlt werden. Möchten Sie fĂŒr Ihre Stelle eher weibliches Personal, so ziehen Sie es in Betracht, die weibliche Bezeichnung schon im Titel voranzustellen (z.B.: VerkĂ€uferin*VerkĂ€ufer). Da wir von links nach rechts lesen, wird zunĂ€chst das Bild einer weiblichen Person im Kopf entstehen.
Linguistik passend einsetzen
Wenn Sie zum Beispiel junges Personal begeistern wollen, oder Menschen mit Migrationshintergrund fĂŒr Ihr Team gewinnen-, dann sollten Sie zum Beispiel von Ihrer Unternehmenskultur und dem Team erzĂ€hlen.
Anforderungen richtig formulieren
Die Anforderungen stellen einen zentralen Faktor dar, der zur Abschreckung fĂŒhren kann. Jeder AufzĂ€hlungspunkt mehr sorgt dafĂŒr, dass vor allem Frauen und Ă€ltere Generationen sich nicht bewerben. Frauen sind mit Werten wie âSorgfaltâ, âEhrlichkeitâ, und âAchtsamkeitâ sozialisiert und empfinden es meist sogar als LĂŒge, wenn sie sich auf eine Stelle bewerben, bei der sie nicht alle Anforderungen erfĂŒllen.

Weibliche Kandidatinnen entscheiden sich im Durchschnitt erst fĂŒr eine Bewerbung, wenn mit ihren FĂ€higkeiten 90 Prozent des Profils abgedeckt sind. MĂ€nner hingegen schon bei 40 Prozent. Wenn sie Ihre Anzeige nicht inklusiv schreiben erhalten Sie also zum einen weniger weibliche Bewerberinnen und zusĂ€tzlich auch noch weniger qualifizierte.
ZÀhlen Sie also am besten nur die essentiellen Qualifikationen auf (maximal 5) und gehen Sie eher auf die Motivation der Bewerbenden ein. Verdeutlichen Sie, dass Sie nach Personen suchen, die dazulernen möchten. Wenn Sie z.B. eine Mindestanzahl an Berufserfahrung darlegen, so verschrecken Sie Kandidaten:innen, die wohlmöglich bestens geeignet wÀren.
Stellenanzeige auf den passenden KanÀlen publizieren
Auch wo die Stelle publiziert wird hat Einfluss auf DiversitÀt. Aus vielen Studien geht hervor, dass die meisten Unternehmen ein ziemlich gefÀrbtes Netzwerk haben. Es wird meist nur die dominante Gruppe des Unternehmens reprÀsentiert, in den gleichen Gruppen rekrutiert und immer wieder ein Àhnliches Bewerberprofil eingestellt. Auch Headhunter haben meist kein diverses Netzwerk.
Ăberlassen Sie uns die Arbeit
Die Job-Union ist eine renommierte Agentur fĂŒr Personalmarketing, die sich auf Stellenanzeigen spezialisiert hat. Wir verschaffen unseren Kunden einen Ăberblick ĂŒber die verschiedenen Möglichkeiten der Personalsuche und finden fĂŒr jeden Bedarf die passgenauen Lösungen. Ob klassische Jobportale, Social Media Kampagnen, Google Anzeigen & vieles mehr â die Job-Union bietet alles aus einer Hand.
- Im GesprÀch erörtern wir Ihre Herausforderungen
- Sie erhalten Ihr ganz persönliches Angebot
- Wir kĂŒmmern uns um die gesamte Abwicklung
- Layout der Anzeige, sowie ĂberprĂŒfung auf AGG KonformitĂ€t und Formulierungen sind bei uns inklusive
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10 Tipps zur Vermeidung von falschen Personalentscheidungen: Wie Sie garantiert nicht mehr die falschen Kandidaten auswÀhlen
Alles schien perfekt zu passen, doch dann stellt sich die Entscheidung fĂŒr den Kandidaten im Arbeitsalltag als Fehler heraus. Erfahren Sie, welche Punkte Sie beachten mĂŒssen, um Fehler bei der Personalauswahl zu vermeiden.
Die Auswirkungen falscher Entscheidungen bei der Personalauswahl
Wussten Sie, dass eine personelle Fehlentscheidung Sie bis zu 3 JahresgehÀlter kosten kann?
Das passiert öfter, als man denkt. Laut einer Pape Lab Recruiting Trends Studie, bei der 3000 Personaler aus verschiedensten Branchen und UnternehmensgröĂen befragt wurden, gaben 29% der Befragten an, dass es im letzten Jahr zu falschen Personalentscheidungen gekommen sei. Dadurch sind teilweise immense Kosten von bis zu 100.000 ⏠entstanden.
Etwa ein Drittel der Personalverantwortlichen, muss sich eingestehen, bei der Personalauswahl mehrmals die falsche Entscheidung getroffen zu haben.
In der Half Arbeitsmarktstudie berichten sogar 80% der Personalentscheider davon, dass von ihnen eingestellte Mitarbeiter die an sie gestellten Erwartungen hĂ€ufig nicht erfĂŒllen. Die Kosten sind das Eine, die Folgen können jedoch noch weiter reichen.

10 Tipps zur Vermeidung von falschen Personalentscheidungen
10 Tipps zur Vermeidung von falschen Personalentscheidungen
Falsche Personalentscheidungen verursachen nicht nur hohe Kosten, sie fĂŒhren vor allem zu ProduktivitĂ€tsverlust. Kann der kĂŒrzlich eingestellte Mitarbeiter die Aufgaben nicht erfĂŒllen und wird wohlmöglich sogar entlassen, so mĂŒssen die ĂŒbrigen Teammitglieder das Arbeitspensum auffangen. Dies fĂŒhrt zu Unzufriedenheit der Mitarbeiter und Unruhen im Team. Was können Sie also tun, um Recruiting Fehler zu vermeiden?
1. Planen Sie den Ablauf der Personalbeschaffung möglichst langfristig
SelbstverstÀndlich möchte jedes Unternehmen beziehungsweise jede betroffene Abteilung eine offene Stelle möglichst schnell oder am liebsten sogar sofort besetzen.
Diesem verstÀndlichen Zeitdruck sollten Sie als Personaler jedoch nicht nachgeben. Hektisches Agieren bringt selten die passenden Kandidaten. Ganz im Gegenteil, dadurch verlÀngert sich die Personalsuche hÀufig.
KlÀren Sie daher schon im Vorfeld die wichtigsten Fragen:
- Definieren Sie die Einstellungsziele bevor Sie sich konkret auf die Suche begeben.
- Identifizieren Sie die Personen, die am Entscheidungsprozess beteiligt sind.
- Halten Sie die notwendigen Schritte in einem Ablaufplan fest.
- KlÀren Sie auch den Budgetrahmen.
2. Stellen Sie mit Ihrer Stellenbeschreibung Ihre Wunschkandidaten dar
Wenn Sie die Stelle nicht passend und ausfĂŒhrlich beschreiben, werden Sie viel Zeit damit verbringen, mit den falschen Personen zu sprechen.
Die Stellenbeschreibung dient einerseits dazu, die potenziellen Kandidaten darĂŒber zu informieren, wer gesucht wird. Anderseits definieren Sie darĂŒber auch fĂŒr Sie, welche Eigenschaften ein Bewerber unbedingt vorweisen sollte.
Legen Sie also unbedingt fest, welche Aufgaben der zukĂŒnftige Mitarbeiter im Arbeitsalltag haben wird und welche FĂ€higkeiten, Erfahrungen und Charaktereigenschaften Sie dafĂŒr erwarten.
3. Bereiten Sie sich gut vor â informieren Sie sich ĂŒber Ihre Bewerber
Arbeitgeber erwarten von ihren Bewerbern, dass sie sich vor dem VorstellungsgesprĂ€ch mit dem Unternehmen beschĂ€ftigen. Wer keine Branchenkenntnisse hat und nichts ĂŒber das Unternehmen weiĂ, hat keine Chance.
Umgekehrt nehmen sich viele Unternehmen jedoch nicht die Zeit, sich genauer mit den Kandidaten zu beschĂ€ftigen. Seien Sie sich darĂŒber im Klaren, dass die schriftliche Bewerbung es den Kandidaten ermöglicht, sich selbst zu vermarkten. Dabei erzĂ€hlt ein guter Lebenslauf eine Geschichte, in der Ihr Unternehmen das nĂ€chste Kapitel darstellt.
Nehmen Sie sich jedoch die Zeit, sich nÀher zu informieren, wenn ein Lebenslauf Ihr Interesse geweckt hat. Durchleuchten Sie die Online-PrÀsenz und beurteilen Sie die bisherigen Erfahrungen:
- Ist der Kandidat auf Internet-Plattformen aktiv?
- Gibt es zum Beispiel ein Profil auf Xing oder LinkedIn
- oder gar eine Website?
4. Vereinbaren Sie ein kurzes KennenlerngesprÀch
Spannende Kandidaten dabei? FĂŒhren Sie mit ihnen ein kurzes Telefonat, um den ersten Eindruck zu bestĂ€tigen. Begrenzen Sie die Zeit auf 30 Minuten und planen Sie im Vorfeld, welche Fragen Sie den Bewerbern stellen.
Um Vergleiche ziehen zu können, sollten diese selbstverstĂ€ndlich fĂŒr alle Kandidaten dieselben sein. Achten Sie jedoch unbedingt darauf, einige Fragen auch individuell auf den Bewerber anzupassen. Hier handelt es sich nicht um ein Verhör. Gestalten Sie den Verlauf des GesprĂ€chs natĂŒrlich, sonst laufen Sie Gefahr den Kandidaten nicht richtig kennenzulernen oder sogar abzuschrecken.
Stellen Sie sich daraufhin die Frage, bei welchem Bewerber Sie sich auf ein nĂ€chstes GesprĂ€ch freuen wĂŒrden.
5. Machen Sie nicht alles alleine â bitten Sie betreffende Kollegen zum VorstellungsgesprĂ€ch hinzu
Anstatt ein nĂ€chstes GesprĂ€ch alleine zu fĂŒhren, sollten sie besser ein gutes Team fĂŒr das VorstellungsgesprĂ€ch zusammenstellen. So bekommen Sie eine gröĂere Bandbreite an Meinungen und können sich anschlieĂend beraten. Ziehen Sie also Kollegen, Vorgesetzte und/oder kĂŒnftige Kollegen aus dem Fachbereich hinzu.
Hier gilt es nach dem âvier- oder sechs-Augenâ Prinzip zu handeln, um die Stelle nicht ausschlieĂlich nach Sympathie zu vergeben.
6. Stellen Sie nicht nur Standard-Fragen
Auf Fragen die standartmĂ€Ăig in einem VorstellungsgesprĂ€ch gestellt werden, wie âwas sind Ihre StĂ€rken und SchwĂ€chen?â lĂ€sst sich heutzutage im Internet jede passende Antwort finden. Bewerber bereiten sich natĂŒrlich auf ein GesprĂ€ch vor und wissen, welche Antworten Sie hören wollen. Sie stellen sich von ihrer besten Seite dar oder geben im schlimmsten Fall sogar Kompetenzen vor, die Sie nicht erfĂŒllen, um den Job zu bekommen. Seien Sie also kreativ und beziehen Sie sich auf die Angaben der Bewerber.
Mit Hilfe von Standart-Fragen können Sie die Motivation und Werte Ihrer Kandidaten nicht ergrĂŒnden.
In unserem Artikel â3 Fragen fĂŒr mehr Erfolg bei Personalentscheidungenâ stellen wir Ihnen die bewĂ€hrte Methode von Amazon CEO Jeff Bezos vor.
7. Ignorieren Sie nicht Ihr BauchgefĂŒhl
Der Bewerber scheint objektiv betrachtet perfekt zu passen? Dennoch: Wenn Sie denken, dass irgendetwas nicht stimmt, ignorieren Sie dieses GefĂŒhl nicht! Falls Sie bedenken haben, suchen Sie nach Hinweisen, die Ihr BauchgefĂŒhl bestĂ€tigen oder widerlegen. Achten Sie zum Beispiel unbedingt auch auf die Körpersprache Ihres GegenĂŒbers.
8. Ziehen Sie fachliche Tests in Betracht
Viele Bewerber haben eine Ausstrahlung, die sie kompetent und glaubwĂŒrdig wirken lĂ€sst. Wenn Sie auf Nummer Sicher gehen wollen, prĂŒfen Sie die FĂ€higkeiten Ihrer Bewerber vorab!
- Dazu können Sie dem Bewerber zum Beispiel eine fachbezogene schriftliche Aufgabe zukommen lassen.
- Oder ganz einfach: wechseln Sie im VorstellungsgesprÀch doch mal die Sprache, wenn jemand angibt sie verhandlungssicher sprechen zu können.
- Auch das herkömmliche Probearbeiten ist eine bewĂ€hrte Methode die Kompetenzen zu prĂŒfen und gleichzeitig festzustellen, ob ein Bewerber ins Team passt.
9. Seien Sie selbst so ehrlich, wie Sie es von den Kandidaten erwarten
Sie haben einen passenden Kandidaten gefunden und wollen ihn unbedingt fĂŒr Ihr Unternehmen gewinnen? Stellen Sie Ihr Unternehmen und die Position nicht verschönt dar! Versuchen Sie nicht Ihre Bewerber mit Karrierechancen zu locken, die es in der RealitĂ€t nicht gibt!
Auch die Kandidaten haben ein BauchgefĂŒhl, das Alarm schlagen wird, wenn Sie sich ĂŒberverkaufen. SpĂ€testens nach ein paar Tagen oder Wochen wird der neue Mitarbeiter der RealitĂ€t ins Auge sehen. Was bringen Ihnen unzufriedene Mitarbeiter? Oder gar eine KĂŒndigung? Seien sie also unbedingt transparent, sonst zahlen Sie letztendlich drauf.
10. Lassen Sie sich nicht ewig Zeit
NatĂŒrlich sollten Sie eine Entscheidung nicht impulsiv treffen und sich die nötige Zeit nehmen. Dennoch verlieren Sie durch zu langsames Personal Recruiting an ProduktivitĂ€t und verschrecken wohlmöglich die besten Kandidaten. Setzen Sie sich am besten eine Deadline zu welchem Zeitpunkt die Stelle spĂ€testens besetzt sein soll und halten Sie sich auch daran.
Setzen Sie sich unbedingt noch einmal mit allen Bewerbern in Verbindung. Niemand wartet gerne ewig auf eine RĂŒckmeldung – sei es positiv oder negativ. Wenn Sie jemandem absagen wollen, dann nennen Sie konstruktive GrĂŒnde, auch wenn Sie nicht ins Detail gehen. Wenn Sie den fĂŒr Ihr Unternehmen passenden Bewerber gefunden haben, dann ist es nun an der Zeit, dass Sie sich vermarkten und schnellst möglich ĂŒber die Details und den weiteren Verlauf reden, damit Sie ihn fĂŒr sich gewinnen.
Mit unserer Erfahrung in der Vermittlung von Personal, ĂŒbernehmen wir auch gerne den gesamten Bewerbungsprozess fĂŒr Sie!
- Wir verschaffen Ihnen einen Ăberblick ĂŒber die Welt der Online-Stellenbörsen und helfen Ihnen bei der Schaltung von Stellenanzeigen
- Wir erstellen ein geeignetes Bewerberprofil fĂŒr Sie
- Wir schalten ihre Vakanz in den gÀngigen Medien und treffen dann eine Vorauswahl.
- AnschlieĂend prĂ€sentieren wir Ihnen geeignete Bewerber
Sparen Sie Zeit und Kosten und erhöhen Sie die Erfolgschancen auf qualifizierte Bewerber!
Mit Multiposting Ihre Bewerber-Reichweite steigern
Viele Unternehmen und Recruiter sind der Meinung, der FachkrÀftemangel wÀre schuld an der geringen Bewerbungs-Rate.
Das ist jedoch meist nicht der wahre Grund. Das Problem liegt vielmehr bei der Reichweite Ihrer Stellenanzeige oder Ihrer Karriereseite.
Was ist die Bewerber-Reichweite?
Ihre Bewerber-Reichweite bezeichnet die Anzahl der potenziellen Bewerber zur Besetzung Ihrer Vakanz. SelbstverstÀndlich bewerben sich jedoch nicht alle, die Ihre Anzeige lesen auch auf die ausgeschriebene Stelle. Ihre Bewerbungsrate ist somit immer deutlich geringer als Ihre Reichweite. TatsÀchlich bewirbt sich am Ende nur ca. jeder 50te Leser.
Somit benötigt eine Stellenanzeige im Schnitt circa 500-1000 Klicks, um die ausgeschriebene Stelle erfolgreich besetzen zu können.
Laut einer Online Recruiting Studie von 2019 verzeichnen 91% der Unternehmen lediglich 300 Bewerber-Kontakte pro Monat. Die Karriereseiten der Unternehmen erreichen durchschnittlich gerade einmal 113 Aufrufe.

Quelle: Online Recruiting Studie 2019. N = 160 DAX-Unternehmen
Das eigentliche Problem Ihres mangelnden BewerbungsrĂŒcklaufs liegt somit auf der Hand: Solange Ihre Stellenanzeigen oder die Karriereseite Ihres Unternehmens keine ausreichende Reichweite hat, können die am Markt verfĂŒgbaren FachkrĂ€fte weder angesprochen, noch anschlieĂend auch eingestellt werden.
- Nur, wer mit seiner Stellenanzeige genĂŒgend potenzielle Bewerber erreicht, kann ĂŒberhaupt ausreichend Bewerbungen auf die ausgeschriebene Vakanz generieren.
Multiposting zur Steigerung der Bewerber-Reichweite
Heutzutage reicht es meist nicht mehr aus eine Stellenanzeige auf einem Kanal zu schalten und auf Bewerbungen zu warten. In Zeiten des FachkrĂ€ftemangels heiĂt es die potenzielle Besetzung auf unterschiedlichen KanĂ€len zielgruppengerecht anzusprechen.
Multiposting bedeutet die Mehrfachschaltung von Stellenanzeigen bei ausgewÀhlten Jobbörsen. Dies kann bedeutend zur Verbesserung Ihrer Reichweite beitragen.
Die Kunst dabei ist es aber, aus dem riesigen Angebot von inzwischen weit ĂŒber 1.500 Stellenportalen, diejenigen zu wĂ€hlen, auf denen sich Ihre Zielgruppe auch tatsĂ€chlich bewegt. Nicht jedes Jobportal ist fĂŒr jede Stelle geeignet.
Sie lassen sich in folgende Kategorien einteilen:
Generalisten
Generalistische Jobbörsen haben ein breites Spektrum. Hier gibt es die gröĂte Auswahl an Stellenausschreibungen und somit auch die gröĂte Reichweite. Die breite FĂ€cherung aus unterschiedlichen Branchen, Berufsgruppen und Regionen, macht diese Portale fĂŒr viele verschiedene Zielgruppen relevant.
Spezialisierte Stellenportale
Spezialisierte Jobbörsen beschrÀnken sich auf bestimmte Branchen oder Fachrichtungen. Dadurch wird eine kleinere, jedoch viel genauere Zielgruppe angesprochen.
Meta-Jobbörsen
Meta-Jobbörsen zeigen Stellenanzeigen von verschiedenen Portalen auf einer Seite an. Das macht es Bewerbern einfacher, denn sie mĂŒssen nicht jedes Stellenportal einzeln nach einem Jobangebot durchsuchen.
Mittelstandsportale
Mittlerweile gibt es auch Jobbörsen, die beim Recruiting speziell mittelstĂ€ndische Unternehmen unterstĂŒtzen.
Regionale Jobportale
Regionale Jobbörsen spezialisieren sich auf einzelne geografische Regionen. Dadurch werden Bewerber, die lokal suchen, gezielt angesprochen, was einen groĂen Vorteil fĂŒr Unternehmen darstellt.
Netzwerke
Karriere-Netzwerke bieten neue Möglichkeiten, um Kontakte anzubahnen und geeignete Kandidaten gezielt anzusprechen.
Den geeigneten Multiposting-Mix wÀhlen? Experten können helfen!
Um Ihre Stellenanzeige erfolgreich zu schalten, sollten Sie die Jobbörsen auswĂ€hlen, die inhaltlich am besten zu Ihrer Stellenanzeige passen. FĂŒr die meisten Jobs heiĂt das, auf einen Jobbörsen-Mix aus einem
- Generalisten,
- einem Spezialisten
- und einer regionalen Jobbörse zu setzen.
Jedoch ist es bei der groĂen Auswahl unterschiedlicher Stellenbörsen schwer, das erfolgversprechendste Portal zu finden. Es erfordert Erfahrung und FingerspitzengefĂŒhl.
Hierbei können Sie sich auf die UnterstĂŒtzung erfahrener externer Anbieter verlassen. Dies ist durchaus empfehlenswert, da Sie sonst die Gefahr eingehen, an Ihren potenziellen Bewerber vorbei zu kommunizieren.
Die Job-Union hat einen genauen Ăberblick darĂŒber, welche Zielgruppen sich bei welchem Jobportal aufhalten. Basierend auf Ihren individuellen Anforderungen und und dem Budget stellen wir fĂŒr Sie den perfekten Mix zusammen und posten Ihre Stellenanzeigen zeitgleich bei den verschiedenen Jobbörsen.



