Stellenanzeigen schreiben – Job-Union https://job-union.de Wir schalten Ihre Anzeige Tue, 10 Jun 2025 11:11:02 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.9 https://job-union.de/wp-content/uploads/2022/09/cropped-favicon-32x32.png Stellenanzeigen schreiben – Job-Union https://job-union.de 32 32 Perfekte Stellentitel schreiben: So erreichen Sie mehr Bewerber mit der richtigen Formulierung https://job-union.de/perfekte-stellentitel-schreiben/ Fri, 11 Apr 2025 09:45:08 +0000 https://job-union.de/?p=16836

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Ein präziser und ansprechender Stellentitel ist entscheidend, um die Aufmerksamkeit qualifizierter Bewerber zu gewinnen. Er beeinflusst maßgeblich die Sichtbarkeit Ihrer Anzeige in Suchmaschinen und auf Jobportalen. In diesem Beitrag erfahren Sie, wie Sie einen effektiven Titel für Ihre Stellenanzeige formulieren.

Warum ist der Stellentitel so wichtig?

Der Stellentitel ist oft das Erste, was potenzielle Kandidaten sehen. Ein klarer und aussagekräftiger Titel erhöht die Klickrate und sorgt dafür, dass Ihre Anzeige in den relevanten Suchergebnissen erscheint. Zudem verbessert er die Auffindbarkeit in Suchmaschinen wie Google sowie auf Plattformen wie Google for Jobs.

Merkmale eines guten Stellentitels

1. Klar und präzise

Verwenden Sie gängige Berufsbezeichnungen, die von Ihrer Zielgruppe verstanden werden. Vermeiden Sie interne Jobtitel oder kreative Begriffe, die außerhalb Ihres Unternehmens unbekannt sind. Vermeiden Sie Abkürzungen wie „kaufm. Mitarbeiter (m/w/d)“, danach suchen Bewerber nicht.

2. Relevante Keywords

Integrieren Sie Schlüsselbegriffe, nach denen Jobsuchende suchen. Dies verbessert die Sichtbarkeit Ihrer Anzeige in Suchmaschinen. Neben der Stellenbezeichnung und dem Tätigkeitsbereich wird häufig auch nach der Qualifikation gesucht. Vor allem Absolventen verwenden diese Methode häufig. Geben Sie, falls relevant, also auch die notwendige Qualifikation/Ausbildung an.

Zudem ist zu beachten, dass viele Stellenbezeichnungen zwar gängig sind, jedoch häufig synonym verwendet werden. So bezeichnen zum Beispiel “Industriemechaniker” und “Schlosser” die selbe Stelle. Analysieren sie deshalb im Vorfeld welche Stichwörter häufiger benutzt werden!

3. Geschlechtsneutralität beachten

Formulieren Sie den Titel geschlechtsneutral, beispielsweise durch den Zusatz (m/w/d), um alle potenziellen Talente anzusprechen.

4. Länge optimieren

Halten Sie den Titel zwischen 40 und 80 Zeichen, um sicherzustellen, dass er vollständig in den Suchergebnissen angezeigt wird.

Eine umfassende stepstone Job-Studie ergab, dass Online-Stellenportale mit 64% das am meist genutzte Medium bei der Jobsuche sind – und das in 60% der Fälle auf dem mobilen Endgerät. Sie sollten also darauf achten, dass Ihre Anzeigen für Mobilgeräte optimiert sind. In Bezug auf den Titel bedeutet das: sich auf maximal 80 Zeichen zu beschränken. Denn es sind nur die ersten 80 Zeichen, die sichtbar sind. Auf mobilen Geräten wird nach zwei Zeilen mit “…” abgekürzt und bei Marketing-Kampagnen, wie auf Instagram und Facebook, sind sogar nur die ersten 40 Zeichen zu erkennen. Nennen Sie die relevantesten Informationen also unbedingt zuerst!

5. Standort angeben

Nicht nur die Stellenbezeichnung – auch der Standort entscheidet. Die meisten Nutzer von Jobbörsen geben bei ihrer Suche immer auch einen Standort an – und der Grund dafür liegt auf der Hand: im Schnitt gaben nur 30% der Befragten aus verschiedensten Branchen an, dass sie sich in Bezug auf den Standort der zukünftigen Jobs als flexibel bezeichnen würden. Rund 56% wären überhaupt nicht bereit für eine neue Stelle umzuziehen.

Damit Ihre Anzeige gefunden wird, ist es also unerlässlich einen konkreten Ort anzugeben oder nahegelegene bekannte Städte zu erwähnen (z.B.: Garching bei München). Nennen Sie also den Ort, falls er für die Stelle relevant ist, auch im Titel Ihrer Stellenanzeige (z.B.: Gebietsleiter (m/w/d) Berlin).

6. Relevante Zusatzinfos nennen

Neben Qualifikation und Bereich können auch noch andere Faktoren entscheidend sein. Für viele Suchende kommt z.B. nur ein Teilzeitjob oder das Arbeiten im Homeoffice in Frage. Zusatzinformationen steigern die Attraktivität Ihrer Anzeige. Für den Titel ist jedoch zu beachten, dass Sie die Anstellungsart nur erwähnen sollten, wenn sie nicht Vollzeit ist. Selbes gilt für die Befristung. Erwähnen Sie sie nur im Titel, wenn sie nicht unbefristet ist.

Sie können zudem direkt im Stellentitel angeben, welches Erfahrungslevel für den ausgeschriebenen Job nötig ist. Suchen Sie Berufseinsteiger, so stellen sie den Begriff “Junior” voran. Wenn für die Position mehr als 3 Jahre Berufserfahrung gewünscht sind so verwenden sie die Bezeichnung “Senior”. Sind Quereinsteiger willkommen? Dann können Sie das auch direkt im Titel erwähnen.

Häufige Fehler bei der Titelgestaltung

  • Kreative, aber unklare Bezeichnungen
    Begriffe wie „Marketing-Guru“ sind wenig aussagekräftig und können potenzielle Bewerber verwirren.
  • Interne Jobtitel verwenden
    Titel wie „Level 3 Engineer“ sind außerhalb des Unternehmens oft unbekannt und sollten vermieden werden.
  • Zu lange Titel
    Lange Titel können in Suchergebnissen abgeschnitten werden, was die Aussagekraft beeinträchtigt.

Checkliste: Der perfekte Stellentitel

  • trägt eine allgemeine Stellenbezeichnung
  • beinhaltet die Qualifikation
  • nennt den Bereich
  • enthält relevante Zusatzinformationen
  • ist geschlechtsneutral formuliert
  • enthält keine Abkürzungen
  • beschränkt sich auf 80 Zeichen

Beispiele für effektive Stellentitel

  • „Vertriebsmitarbeiter (m/w/d) im Außendienst – Region Berlin“
  • „Softwareentwickler (m/w/d) Java – Backend-Entwicklung“
  • „Buchhalter (m/w/d) mit DATEV-Kenntnissen“

Diese Titel sind klar, enthalten relevante Keywords und sprechen die Zielgruppe direkt an.

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FAQ

Ideal sind maximal 80 Zeichen. So wird der Titel auf allen Plattformen vollständig angezeigt – sowohl mobil als auch am Desktop. Längere Titel können abgeschnitten werden und verlieren an Wirkung.

Ja, sinnvoll ist z. B. die Kombination von Berufsbezeichnung + Spezialisierung oder Ort.

In Ausnahmefällen kann ein besonderer Vorteil oder ein attraktives Gehalt im Titel sinnvoll sein – aber nur, wenn es wirklich heraussticht, z. B.:
„Lagerist (m/w/d) – 3.000 € Fixgehalt + Zuschläge“
Wir bei der Job-Union beraten Sie, wann und wie ein solcher Hinweis sinnvoll und wirksam ist.

Der Jobtitel ist die Bezeichnung in Ihrer Anzeige (z. B. „Verkaufsberater (m/w/d) – Möbelhaus Berlin“), die Berufsbezeichnung ist meist allgemeiner („Verkäufer“, „Kaufmann im Einzelhandel“). Wir kombinieren beides clever, um Breite & Relevanz in Suchmaschinen zu erzeugen.

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7 Tipps für die perfekte Karriereseite https://job-union.de/die-perfekte-karriereseite/ Sat, 27 Jul 2024 08:00:54 +0000 https://job-union.de/?p=3981

Inhalt

Ihre Karriereseite ist das Aushängeschild Ihres Unternehmens.
Hier entscheiden potenzielle Talente binnen Sekunden: „Will ich mich hier bewerben oder nicht?“
Doch was macht eine Karriereseite wirklich erfolgreich?
Wir zeigen Ihnen, worauf es ankommt. Inhaltlich, technisch und emotional.

Warum Ihre Karriereseite so wichtig ist

  • Erster Touchpoint im Bewerbungsprozess
  • Aushängeschild Ihrer Unternehmenskultur
  •  Zentrale Plattform für Bewerbungen & Informationen
  • Unabhängig von Jobbörsen & Portalen
  • Stärkung Ihrer Arbeitgebermarke (Employer Branding)

Bewerberinformieren sich heute aktiv über Arbeitgeber und eine unübersichtliche oder lieblos gestaltete Karriereseite kann schnell zum Bewerbungskiller werden.

7 Tipps: So sieht eine moderne Karriereseite aus

1. Starke Startsektion mit klarem Mehrwert

Stellen Sie gleich zu Beginn dar:

  • Wer Sie sind
  • Was Bewerber bei Ihnen erwartet
  • Warum Sie ein attraktiver Arbeitgeber sind

Tipp: Emotionalisieren Sie mit authentischen Bildern, starken Headlines und kurzen Videos.

2. Offene Stellen mit guter Filterfunktion

Zeigen Sie alle offenen Positionen übersichtlich mit:

  • Such- & Filterfunktionen (nach Bereich, Standort, Joblevel etc.)
  • Klaren Beschreibungen, Bulletpoints & Benefits
  • Mobiloptimierung!

3. Einblicke in Ihr Unternehmen

Authentizität ist Trumpf:

  • Teamfotos, Interviews, Videos von Mitarbeitenden
  • Einblicke in Projekte oder den Arbeitsalltag
  • Werte & Vision des Unternehmens

Wichtig: Menschen zeigen, nicht nur Gebäude oder Logos!

4. Transparente Informationen rund um den Bewerbungsprozess

Potenzielle Bewerber möchten wissen:

  • Wie lange dauert der Bewerbungsprozess?
  • Was sind die nächsten Schritte?
  • Wer ist Ansprechpartner?

Tipp: Nutzen Sie eine grafische Timeline oder ein kurzes Erklärvideo.

5. Mobile First & schnelle Ladezeiten

Über 70 % der Bewerber rufen Karriereseiten über das Smartphone auf. Stellen Sie also sicher, dass:

  • Ihre Seite responsive ist (mobil optimiert)
  • Formulare leicht ausfüllbar sind
  • Die Ladezeit unter 3 Sekunden liegt

6. Einfache Bewerbungsmöglichkeiten ohne Hürden

Verzichten Sie auf aufwändige Registrierungen oder zu viele Pflichtfelder. Bieten Sie:

  • 1-Klick-Bewerbung (z. B. mit LinkedIn/Xing-Profil)
  • Kurzbewerbung via Formular oder WhatsApp
  • Upload-Funktion für Lebenslauf (max. 1–2 Anhänge!)

7. SEO-Optimierung & Tracking

Ihre Karriereseite sollte auch gefunden werden! Achten Sie auf:

  • Optimierte Seitentitel & Meta-Descriptions
  • Jobtitel in H1/H2-Struktur
  • Google for Jobs-Integration

Bonus: Was Top-Karriereseiten heute noch bieten

  • Mitarbeitervorteile auf einen Blick (als visuelle Übersicht oder Icons)
  • FAQ-Bereich für Bewerberfragen
  • Feedback-Tool oder Chatbot für direkte Rückfragen
  • Newsletter für zukünftige Jobs
  • Ansprechperson mit Bild & direkter Kontaktmöglichkeit

Fazit: Die Karriereseite als Bewerbermagnet

Eine überzeugende Karriereseite ist keine Spielerei, sondern ein strategisches Recruiting-Tool. Sie stärkt nicht nur Ihre Sichtbarkeit als Arbeitgeber, sondern kann Ihre Bewerberquote deutlich steigern,  wenn sie modern, mobiloptimiert und menschlich ist.

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FAQ

Die Karriereseite soll qualifizierte Bewerber anziehen, informieren und direkt zur Bewerbung motivieren, unabhängig von Jobbörsen.

Offene Stellen, Informationen zum Unternehmen, Bewerbungsprozess, Benefits, Ansprechpartner*innen, Einblicke in den Arbeitsalltag.

Maximal 2–3 Klicks. Der Bewerbungsprozess sollte schlank und intuitiv sein.

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Die perfekte Stellenanzeige: 15 Tipps zur Optimierung für mehr Bewerbungen https://job-union.de/optimale-stellenanzeige/ Mon, 08 Apr 2024 06:00:39 +0000 https://job-union.de/?p=1296

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Online-Stellenanzeigen sind immer noch das am meisten genutzte Medium für Recruiting.

Wenn die klassische Stellenanzeige jedoch so beliebt bei Kandidaten und Personalern sind, warum haben dann viele Unternehmen Probleme beim Bewerbungsrücklauf? Wie sticht man mit seiner Stellenanzeige aus der Masse heraus? Wie sollte eine Anzeige formuliert und aufgebaut sein, damit sie online gefunden wird?

Wir erklären Ihnen anhand von 15 wertvollen Tipps, wie Sie Ihre Stellenanzeige optimieren können, um mehr Bewerbungen zu erhalten!

15 Optimierungstipps zum Schreiben von Online–Stellenanzeigen

Wenn es um die Gestaltung Ihrer Anzeige geht, so sollten Sie vor allem folgende Kriterien sicherstellen:

  • Auffindbarkeit
  • Aufmerksamkeit
  • Attraktivität

Damit Ihre Stellenanzeige auffindbar ist und Sie Kandidaten gezielt ansprechen können, benötigt Ihre Anzeige vor allem Reichweite. Es reicht längst nicht mehr aus, Ihre Stelle auf einer Plattform oder Ihrer Karriereseite auszuschreiben und auf Bewerbungen zu warten. Tipps zur Optimierung Ihrer Reichweite finden sie hier.

1. Der empfohlene Aufbau einer Stellenanzeige

Der Aufbau einer Online-Stellenanzeige sollte immer nach einem bestimmten Schema erfolgen und möglichst aussagekräftig gestaltet werden. Ziel ist nicht nur das Öffnen der Anzeige sondern vor allem das Absenden von Bewerbungen. Die optimale Stellenanzeige ist wie folgt aufgebaut:

  • passender und ansprechender Stellentitel
  • kurze und prägnante Unternehmensvorstellung
  • aussagekräftiger Einleitungssatz
  • kurze Darstellung des Tätigkeitsbereiches
  • entsprechend gewünschtes Anforderungsprofil
  • Aufzählung besonderer Benefits
  • Abschlussformel
  • Adressblock zur Recherche des Arbeitsweges
  • Angabe eines Ansprechpartners für eventuelle Rückfragen

2. Der optimale Titel für Online-Stellenanzeigen

Beim Stellentitel geht es nicht darum originell zu sein. Der Titel ist einer der wichtigsten Faktoren, damit Ihre Anzeige überhaupt gefunden wird. Er soll außerdem so aussagekräftig formuliert sein, dass Kandidaten sich dann auch noch dazu entschieden Ihre Stellenanzeige zu lesen.

Nehmen Sie sich also die Zeit gründlich zu recherchieren, der Bewerbungsrücklauf wird nicht wie gewünscht ausfallen, wenn die Anzeige bei passenden Kandidaten in der Suche nicht angezeigt wird oder nicht das Interesse weckt.

Idealerweise sind im Stellentitel direkt auf den ersten Blick das Aufgabengebiet, die Branche und das Fachgebiet zu sehen.

Weitere Tipps und Beispiele für Ihren optimalen Titel finden sie hier.

3. Konkrete Angabe vom Arbeitsort für mehr Attraktivität von Anzeigen

Nennen Sie unbedingt Ihren Standort. Neben der Stellenbezeichnung gibt der Großteil der Interessenten bei der Jobsuche auch den Standort ein.

Damit Ihre Anzeige wahrgenommen wird, ist es also ratsam den konkreten Ort oder nahegelegene Städte zu erwähnen. Angaben wie z.B. Garching bei München erhöhen nicht nur die Reichweite – auch die Attraktivität Ihres Standorts wird gesteigert.

Zudem sollten sie die exakte Adresse hinterlegen, damit sich Bewerber ihren potenziellen Arbeitsort vorab ansehen und den potenziellen Arbeitsweg abschätzen können.

Die Entfernung zur Arbeitsplatz und die Lage Ihres Unternehmens sind ein wichtiger Faktor dafür, warum sich für oder gegen Sie als Arbeitgeber entschieden wird.

4. Die Bedeutung von SEO für den Erfolg einer Stellenanzeige

Die sogenannte Suchmaschinenoptimierung (Search Engine Optimization) ist für den Erfolg einer Stellenanzeige heutzutage genauso relevant wie bei einer Homepage.

So stellt jeder einzelne Begriff sowohl im Anzeigentitel als auch im Text selbst einen wichtigen Suchbegriff für die Auffindbarkeit der Anzeige dar.

Es empfiehlt sich daher, auf Abkürzungen und vermeintlich originelle Umschreibungen zu verzichten und möglichst viele relevante Begriffe zu verwenden. Damit sind auch Ausbildungsberufe, Technikbegriffe und Fachbereiche gemeint.

Tipp:

Für eine Verbesserung der Reichweite ist es ratsam verschiedene Begriffe zu verwenden. Viele Bezeichnungen werden synonym verwendet. So wird z.B. nach “Vertrieb”, aber auch gleichbedeutend nach “Sales” oder “Verkauf” gesucht. Analysieren Sie also schon im Vorfeld die wichtigsten Bezeichnungen.

5. Du oder Sie im Stellentext?

Gerade von der jüngeren Generation wird das “Du” in Stellenanzeigen bevorzugt. Mitterweile wird in ca. einem Viertel der Anzeigen geduzt und die Tendenz ist steigend. Überlegen Sie trotzdem genau, ob Sie die Kandidaten mit Du oder Sie ansprechen.

Die Ansprache muss zu Ihrer Unternehmenskultur passen! Das kann je nach Berufsbild und Unternehmen stark variieren. Wird in Ihrem Unternehmensalltag gesietzt? Dann sollten Sie das auch in Ihrer Stellenanzeige beibehalten. Bleiben Sie authentisch!

6. Warum in Stellenanzeigen kein Fließtext verwendet werden sollte

Ein Kandidat öffnet eine Stellenanzeige in der Regel in der Erwartung, möglichst schnell und übersichtlich die für ihn bedeutenden Kriterien zu erfahren.

Daraufhin wird relativ schnell entschieden, ob die Anzeige passend und interessant genug ist, um sich weiter damit zu befassen.

Ist die ganze Anzeige in einem einzigen Block Fließtext ohne Struktur dargestellt wird die Stellenanzeige im ungünstigsten Fall wieder geschlossen und zur nächsten Stellenbeschreibung gewechselt. Ohne, dass die wichtigen Fakten überhaupt bewusst wahrgenommen wurden.

7. Informative & kurze Unternehmensbeschreibung für mehr Fokus auf die wichtigen Aspekte der Anzeige

Halten sie die Beschreibung Ihres Unternehmens kurz und knapp. Stellenanzeigen werden flüchtig und selektiv gelesen. Da es ein großes Angebot an offenen Stellen gibt, konzentrieren sich Bewerber nur auf das Wichtigste.

Beschreiben Sie die Produkte oder Dienstleistungen Ihres Unternehmens und nennen Sie die Branche, in der Ihr Unternehmen tätig ist.

Für die optimale Auffindbarkeit können Sie die Stellentitel erneut erwähnen.

8. Kernaufgaben konkret benennen & Bewerbungshürde senken

Formulieren Sie den Aufgabenbereich genau und erwähnen Sie hier alle wichtigen Schlüsselbegriffe direkt im Text. Ratsam ist es, nur die essentiellen Aufgabenfelder zu benennen, die den zukünftigen Arbeitsalltag der potenziellen Kandidaten ausmachen werden. Beschränken Sie sich also auf 5-7 Einzelaufgaben, um Talente nicht schon im Vorfeld abzuschrecken.

9. Wichtige Bestandteile eines Anforderungsprofils

Genau wie beim Aufgabenbereich sollten Sie sich bei der Angabe der beruflichen Qualifikationen auf die für Sie wichtigsten Aspekte beschränken. Nennen Sie die gewünschte Ausbildung oder Berufserfahrung. Beschreiben Sie daraufhin wichtige Hard- und Softskills, wie fachliche, sprachliche und / oder persönliche
Qualifikationen.

Falls für Ihr Unternehmen ein Quereinstieg möglich ist, erwähnen Sie dies anfangs auch! So erweitern Sie Ihre Zielgruppe.

Tipp:

Sprechen Sie die Kandidaten persönlich an! Formulierungen wie “Sie haben die Ausbildung zum XY erfolgreich abgeschlossen” wirken attraktiver als “erforderlich ist eine Ausbildung als XY”.

10. Benefits als USP: Steigerung der Attraktivität Ihrer offenen Stelle durch Zusatzleistungen

Zeigen Sie, dass Ihr Unternehmen ein attraktiver Arbeitgeber ist. Beschreiben Sie auf welche Benefits sich potenzielle neue Mitarbeiter einstellen können und heben Sie sich von der Masse ab!

Aus diesem Grund sollte hier auf sämtliche Floskeln wie “Angenehmes Arbeitsumfeld, gutes Betriebsklima, anspruchsvolles Aufgabenfeld, attraktives Gehalt,…” verzichtet werden.

Der Fokus bei einer optimalen Stellenanzeige liegt auf den eigentlich herausragenden Punkten.  Hier einige Beispiele:

  • Gibt es spezielle Onboarding Maßnahmen?
  • Werden regelmäßig Teamevents veranstaltet?
  • Wie sieht es mit den Arbeitszeiten aus?
  • Gibt es die Möglichkeit auf Homeoffice?
  • Bekommen Ihre zukünftigen Mitarbeiter einen Dienstwagen zur Verfügung gestellt?
  • Wie viele Urlaubstage bekommt ein künftiger Mitarbeiter?
  • Gibt es Zuschüsse für die öffentlichen Verkehrsmittel?
  • Wie sieht es mit Sonderzahlungen oder einem 13. Monatsgehalt aus?

Auch wenn Sie als Unternehmen manche Leistungen als selbstverständlich betrachten – nennen Sie hier alle Aspekte, die veranschaulichen, wie es sein könnte Ihr Angestellter zu sein.

Dies kann nicht selten dazu führen, Kandidaten mit überschaubarem Interesse doch noch für das eigene Unternehmen zu erwärmen und final zum Absenden einer Bewerbung zu bewegen.

Eine ausführliche Checkliste mit möglichen Benefits finden Sie hier.

11. Authentische Unternehmensdarstellung in Stellenanzeigen: Welchen Mehrwert kann ein Unternehmensvideo bringen?

Beweisen Sie, dass Sie auch halten, was Sie versprechen und seien Sie individuell!

Mittlerweile gibt es zahlreiche Plattformen, auf denen Sie aktuelle und ehemalige Mitarbeiter als Arbeitgeber bewerten können. Die meisten Stellenportale bieten die Option des Verweises auf Mitarbeitenden Bewertungen. Nutzen Sie diese um sich glaubwürdig zu machen!

Um Ihre Unternehmenskultur zu unterstreichen, können Sie zusätzlich Unternehmensvideos einpflegen. Das hebt Sie von der Konkurrenz ab!

Für Kandidaten sind verschiedene Faktoren entscheidend: Finanzielle Sicherheit, Vereinbarkeit mit der Familie, etc. Vieles davon lässt sich bereits im Text der Stellenanzeige oder auch auf Bildern wirkungsvoll darstellen. Eines jedoch nicht: Die Arbeitsatmosphäre.

Diese kommt vor allem dann ins Spiel, wenn es darum geht, das Bauchgefühl des Kandidaten anzusprechen. Gerade bei schwieriger zu besetzenden Stellen kann es deswegen überaus sinnvoll sein, die Atmosphäre des Unternehmens in Form eines kurzen Videos mit in die Anzeige einzubringen.

12. Ansprechpartner & transparenter Feedbackprozess

Neben der Angabe vom künftigen Arbeitsort, ist es nützlich einen verantwortlichen Ansprechpartner zu benennen. Sie bieten Ihren Bewerbenden somit die Möglichkeit der direkten Ansprache und Kontaktaufnahme bei möglichen Rückfragen.

Was passiert, wenn potenzielle Kandidaten auf “jetzt bewerben” klicken? Die digitale Bewerbung macht es Interessenten einfacher, denn sie verläuft schneller und vor allem ohne großen Arbeitsaufwand. 67% der Suchenden bevorzugen die sog. “One-Klick-Bewerbung” (Kurzbewerbung) – viele scheuen sich sogar davor, ihre Bewerbung abzuschicken, wenn sie die formellen Anforderungen als zu kompliziert empfinden, oder auf die Karriereseite des Unternehmens weitergeleitet werden.

Zudem ist es ratsam, eine automatisierte Eingangsbestätigung zu verschicken. Sagen Sie den Bewerbern wie es jetzt weitergeht! Welche Schritte folgen im weiteren Bewerbungsprozess?

Tipp:

Geben Sie ein Zeitfenster für die nächste Rückmeldung (z.B. 5 Tage) an und halten Sie sich auch daran! Das macht Sie sympathisch, vertrauenswürdig und nahbar.

13. Warum englischsprachige Anzeigen nicht optimal sind

Ist Ihre Unternehmenssprache Englisch? Gehört die Kommunikation auf Englisch bei Ihrer offenen Stelle zur täglichen Arbeit? Dann ist es doch sinnvoll die Anzeige direkt auf englisch zu schreiben, oder?

Die Veröffentlichung einer auf Englisch geschriebenen Anzeige führt nicht nur suchmaschinentechnisch zu Nachteilen, sondern kann auch eigentlich passenden Kandidaten verunsichern! Viele sind dann der Meinung, dass sie bei der Bewerbung die gesetzten Erwartungen vielleicht nicht erfüllen können.

Vermeiden Sie diese Folgen, indem Sie die Anzeige zunächst auf Deutsch formulieren. So können die Talente langsam herangeführt werden und dennoch kann in der Anzeige klar darauf hingewiesen werden, dass verhandlungssichere Englischkenntnisse in Wort und Schrift unverzichtbar zu den wichtigsten Voraussetzungen gehören.

Im weiteren Verlauf kann in einem Telefoninterview problemlos abgeklärt werden, ob die jeweiligen Englischkenntnisse zu den Erwartungen passen oder nicht.

14. Die Nachteile einer Sammelanzeige

Anders als bei Printanzeigen ist bei Online-Stellenanzeigen von Sammelanzeigen konkret abzuraten. Bei Online-Stellenanzeigen werden von den Jobsuchenden Suchbegriffe eingegeben, woraufhin eine Liste mit Stellentitel erscheint, die optimalerweise genau auf die Suche zutreffen. Dies wird bei Sammelanzeigen schwierig, da jede Stelle spezifische Such- oder Fachbegriffe aufweist, die eine genaue Suche erschweren.

Im schlimmsten Fall wird Geld investiert, ohne die Stelle erfolgreich besetzen zu können. Daher wird dringend empfohlen, separate Stellenanzeigen für unterschiedliche Stellenbeschreibungen zu veröffentlichen, um die bestmöglichen Bewerbungen zu erhalten.

15. Formulierungen, auf die in Stellenanzeigen dringend verzichtet werden sollte

Bei Stellenanzeigen schleichen sich immer wieder Formulierungen ein, die als AGG-kritisch gelten. Formulierungen wie “junges Team” verstoßen gegen die Richtlinien des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes und können für Sie im schlimmsten Fall teuer werden. Wichtig ist es vor allem alle Geschlechter einzubeziehen. Gängige Schreibweisen sind hier (m/w/d), (m/w/x), etc.

Auf was Sie besonders achten sollten, Beispiele für Verstöße gegen das AGG und mögliche Folgen finden Sie hier.

Die Job-Union kann Ihnen bei der Optimierung von Stellenanzeigen helfen!

Wenn Sie diese 15 Schritte befolgen, sollte bei der Erstellung bzw. Optimierung Ihrer Anzeige nichts mehr schief gehen. Sie haben dennoch Fragen, oder möchten Ihre Zeit lieber in die Candidate Journey investieren?

Überlassen Sie uns die Arbeit! Die Job-Union ist eine renommierte Agentur für 360 Grad E-Recruiting, die sich auf die Schaltung von Stellenanzeigen spezialisiert hat. Wir stehen Ihnen mit Rat und Tat zur Seite. Gerne auch für eine kostenfreie vorab Beratung und Empfehlung. Nutzen Sie unsere Kompetenz. Fragen Sie ein unverbindliches Angebot an!

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FAQ

Eine gute Stellenanzeige ist klar, zielgruppengerecht und überzeugend formuliert. Sie enthält alle wichtigen Informationen zur Stelle, spricht die Sprache der Zielgruppe und bringt in wenigen Sekunden auf den Punkt, warum sich eine Bewerbung lohnt.

So kurz wie möglich, so lang wie nötig. Im Schnitt performen Anzeigen mit ca. 2.000–2.500 Zeichen besonders gut. Der Text sollte übersichtlich gegliedert und leicht scannbar sein – z. B. mit Zwischenüberschriften, Bulletpoints und Absätzen.

  • Unklare Jobtitel („Allrounder“ oder „Dynamischer Macher“)
  • Endlose Anforderungslisten
  • Floskeln und leere Phrasen („junges, dynamisches Team“)
  • Gender-unfaire Sprache oder veraltete Begriffe
  • Keine oder unpersönliche Ansprechpartner

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Gehaltsangaben in Stellenanzeigen: Diese 6 Gründe sprechen dafür! https://job-union.de/gehaltsangaben-in-stellenanzeigen/ Tue, 31 May 2022 06:53:53 +0000 https://job-union.de/?p=6047

Inhalt

Obwohl die meisten Bewerber sich eindeutig eine konkrete Gehaltsangabe in Stellenanzeigen wünschen, ist die Transparenz im Hinblick auf das Gehalt von Seiten der Arbeitgeber wenig geläufig.

Eine Jobware Studie belegt: 79 Prozent der Befragten Bewerber sind sogar für eine verpflichtende Gehaltsangabe in deutschen Stellenausschreibungen. Bei unseren Nachbarn, in Österreich, ist die Gehaltsangabe in Stellenausschreibungen tatsächlich schon Pflicht!

Doch wenn überhaupt vom Gehalt gesprochen wird, finden sich in Stellenanzeigen meist nur Formulierungen wie „leistungsgerechte Bezahlung“ wieder. Konkrete Angaben Fehlanzeige! Ganz im Gegenteil werden oft die Kandidaten dazu aufgefordert ihren Gehaltswunsch bei der Bewerbung mit anzugeben.

Wenn auch Sie immer noch vor Angaben zum Gehalt zurückschrecken, nennen wir Ihnen hier nun 6 weitere Gründe, die eindeutig für eine Gehaltsangabe in der Stellenanzeige sprechen.

6 gute Gründe, warum Sie das Gehalt in Ihrer Stellenanzeige angeben sollten

1. Gehaltsangaben bieten eine Orientierungshilfe

Die Gehaltsangabe ist nicht unbedingt ausschlaggebend, ob Kandidaten sich für das Jobangebot entscheiden, allerdings auch nicht völlig unwichtig! Die Angabe einer Gehaltsspanne wird deshalb von vielen Bewerbern willkommen entgegengenommen, um eine Orientierungs- und Entscheidungshilfe zu haben. Gerade für Berufseinsteiger kann dies ein ausschlaggebendes Argument für Ihr Unternehmen sein!

2. Bessere Verhandlungsbasis durch transparentes Gehalt

Selbstverständlich möchten Unternehmen Ihre künftigen Mitarbeiter zu möglichst günstigen Konditionen einstellen. Ohne konkrete Angabe des Gehalts haben Arbeitgeber dadurch einen größeren Verhandlungsspielraum. Auch ist die Befürchtung häufig groß, dass die Gehaltsvorstellungen von Bewerber höher ausfallen, wenn das Gehalt direkt ersichtlich ist.

Dem ist zu entgegnen, dass Sie trotz der Angabe einer Gehaltsspanne auch direkt in der Stellenanzeige klar machen können, dass das Gehalt von der Berufserfahrung und der Qualifikation abhängig ist. Somit sind Sie den Bewerber gegenüber transparent und haben trotzdem Spielraum bei der Gehaltsverhandlung.

Außerdem können sich Bewerber ohnehin schon vorab über ihren aktuellen Marktwert informieren. Plattformen wie z.B. kununu, Gehalt.de oder Glasdoor bieten einen guten Überblick über das übliche Gehalt in der jeweiligen Branche.

Wird das Tabu-Thema „Gehalt“ gleich von Beginn an von beiden Seiten offengelegt, kann die Kommunikation auf Augenhöhe verlaufen. Sie als Arbeitgeber wissen über die Gehaltsvorstellungen Bescheid – potenzielle Kandidaten wissen gleich zu Beginn woran sie sind. Somit hat keine Seite einen Informationsvorsprung und es kann nicht zu bösen Überraschungen kommen.

3. Offene Voraussetzungen schaffen Gleichberechtigung

Ist in der Stellenbeschreibung bereits eine Gehaltsspanne definiert, gehen alle Bewerber mit denselben Voraussetzungen ein Gespräch. Bewerber jedes Geschlechts haben somit die gleichen Verdienstchancen. Sie sorgen somit für Gleichberechtigung und verringern das Gender-Pay-Gap.

5. Weniger Recruiting-Aufwand durch konkrete Angaben

Umso konkreter das Unternehmen in der Stellenausschreibung wird, also z.B. das Gehalt und weitere wichtige Bedingungen definiert, desto erfolgreicher und zielgerichteter gelingt die Personalsuche am Schluss.

6. Durchschnittlich 20 Prozent mehr Bewerbungen generieren

Auch ist bewiesen, dass die Wahrscheinlichkeit einer Bewerbung höher wird, je spezifischer Ihre Stellenanzeige formuliert ist. Somit liegt das Ergebnis einer Studie nahe: Die Angabe des Gehalts in Stellenanzeigen steigert die Anzahl der Bewerbungen um 20 Prozent!

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FAQ

Nein, derzeit besteht in Deutschland keine generelle Pflicht zur Angabe des Gehalts. Dennoch fordern viele Bewerber und auch Initiativen wie das Entgelttransparenzgesetz mehr Transparenz – und in einigen Ländern (z. B. Österreich) ist sie bereits vorgeschrieben.

Ein Gehaltsrahmen (z. B. „zwischen 3.000 und 3.500 € brutto/Monat“) ist oft sinnvoller als eine exakte Zahl. Alternativ kann auch eine Formulierung wie „nach Erfahrung und Qualifikation, ab 3.200 €/Monat“ gewählt werden.

Nur dann, wenn der angegebene Wert nicht marktgerecht ist. Eine realistische, transparente Angabe signalisiert Wertschätzung und macht die Anzeige glaubwürdiger – vor allem bei jüngeren Zielgruppen steigt dadurch die Bewerbungsbereitschaft.

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Teurer Fehler: Diskriminierung in Stellenanzeigen https://job-union.de/teurer-fehler-diskriminierung-in-stellenanzeigen/ Tue, 01 Jun 2021 08:00:48 +0000 https://job-union.de/?p=2827
Elena Rose|1. Juni 2021|6 Minutes

Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG), auch Antidiskriminierungsgesetz genannt, verbietet die Diskriminierung in allen Formen. Eine nicht neutral formulierte Stellenausschreibung kann somit erhebliche Folgen nach sich ziehen. Erfahren Sie welche Fehler sie vermeiden sollten, um kein Klagerisiko mehr einzugehen – denn auch von Ihnen abgelehnte Bewerber haben Anspruch auf Entschädigung, wenn Ihre Ausschreibung diskriminierend war.

Inhalt:

Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz gilt seit 2006 und soll Benachteiligungen aus Gründen der Rasse oder wegen der ethnischen Herkunft, des Geschlechts, der Religion oder Weltanschauung, einer Behinderung, des Alters oder der sexuellen Identität verhindern und beseitigen.

Abgelehnte Bewerber können eine Entschädigung bis zu 3 Monatsgehältern verlangen.

Eine Ungleichberechtigung kann gerechtfertigt sein, wenn dadurch auf angemessene Weise eine bestehende Diskriminierung beseitigt wird oder ein anerkannter sachlicher Grund besteht.

Diskriminierung vermeiden – So verfassen Sie eine AGG konforme Stellenanzeige

Titel der Stellenanzeige richtig formulieren

Die Regelungen des AGG bedeuten für Unternehmen, dass sie ihren gesamten Recruiting-Prozess diskriminierungsfrei gestalten müssen. Dabei heißt es bereits beim Titel der Stellenanzeige darauf zu achten, die Formulierungen so zu gestalten, dass Sie keine Bewerber diskriminieren.

Formulieren Sie den Titel möglichst neutral und achten Sie darauf, dass Alle Geschlechter angesprochen werden. Neben den Abkürzungen „m“ für männlich und „w“ für weiblich muss, seit dem 01.01.2019 auch das sog. dritte Geschlecht mit „d“ für divers oder „i“ für intersexuell genannt werden.

  • DONT’S

„Gesucht wird ein Lagerhelfer in Teilzeit“

„Wir suchen ab sofort eine/n Lagerhelfer/in“

„Gesucht wird eine Hilfskraft für Lagerlogistik (m/w)“

  • DO’S

„Gesucht wird eine Hilfskraft für Lagerlogistik (m/w/d) in Teilzeit“

„Wir suchen ab sofort eine/n Lagerhelfer/in (m/w/i)“

„Gesucht wird eine Hilfskraft für Lagerlogistik (m/w/d)“

Weitere Tipps für den optimalen Stellentitel finden Sie hier.

Diskriminierende Wörter unterlassen

Auch der Inhalt der Anzeige sollte neutral gehalten sein. Wortlaute und Floskeln, die bestimmte Gruppen von Menschen gezielt ansprechen oder ausschließen, müssen vermieden werden.

So darf laut AGG kein konkretes Alter gefordert- oder Altersobergrenzen gesetzt werden. Adjektive wie „jung & dynamisch“ grenzen ältere Bewerber aus – „langjährige Erfahrung“ lässt jüngere Menschen abschrecken. Auch Bewerber mit Handicap dürfen nicht anders behandelt werden als Bewerber ohne Behinderung. Die Anforderung „körperlich fit“ sollte deshalb in Ihrer Anzeige nicht genannt werden. Weiter sollten sie auch wenn für Ihre Vakanz gute Englischkenntnisse gefordert sind nicht nach einem „Native Speaker“ suchen, denn die Auswahl aufgrund der Herkunft ist ebenso wie aufgrund bestimmter Konfession, Weltanschauung oder Religion nach AGG untersagt.

  • DONT’S

„Sie sind zwischen 18 und 25 Jahre alt“

„Sie haben bereits 5 bis 10 Jahre Berufserfahrung“

„Werden Sie Teil unseres jungen dynamischen Teams“

„Sie sind stark belastbar“

„Sie sind körperlich fit“

„Sie besitzen ein hohes Maß an Flexibilität/Mobilität“

„Sie engagieren sich in der Kirche“

„Sie sind Gewerkschaftsmitglied“

  • DO’S

„Sie haben eine der Position angemessene Berufserfahrung“

„Werden Sie Teil unseres motivierten Teams“

„Sie sind engagiert“

„Sie sind motiviert“

„Einsatzfreude“

Formulare diskriminierungsfrei gestalten

Wenn Sie nun den Inhalt Ihrer Anzeige AGG konform gestaltet haben, sollten Sie unbedingt auch darauf achten, dass Ihre Bewerbungsformulare nicht diskriminieren. So sollte es bei der Anrede neben „weiblich“ und „männlich“ auch die Auswahlmöglichkeit „divers“ geben. Auch wenn Sie geeignete Kandidaten kontaktieren ist auf eine geschlechtsneutrale Anrede wertzulegen.

  • DO’S

„Guten Tag [Vorname] [Nachname]“

Konsequenzen bei Verstoß einer Stellenanzeige gegen das AGG

Auch wenn Sie es nicht beabsichtigt haben – diskriminieren Sie in Ihrer Stellenanzeige, müssen Sie mit einer Klage rechnen. Für eine Klage reicht es, wenn die abgelehnten Bewerber Indizien vorlegen können, die eine Diskriminierung vermuten lassen. Die Beweislast , dass es sich nicht um Ungleichberechtigung handelt, liegt dann bei dem jeweiligen Unternehmen. Da sich jedoch nicht nachweisen lässt, ob sie den Verstoß wirklich diskriminierend gemeint haben oder nicht, ist es meist unmöglich eine Klage abzuwenden.

Die Klagenden müssen Sie im Nachhinein zwar nicht in Ihrem Unternehmen beschäftigen, jedoch steht ihnen eine Entschädigung bis zu 3 Monatsgehältern zu.

Ansprüche wegen Benachteiligung müssen innerhalb von zwei Monaten ab Zugang der Absage geltend gemacht werden, § 15 II AGG.

Jedoch kann Sie niemand allein aufgrund der Existenz einer nicht AGG-konformen Stellenanzeige verklagen. Um Entschädigung zu erhalten muss es sich um abgelehnte Bewerber handeln, für die ihre Ablehnung nicht rechtens ist, weil die in der Stellenanzeige gestellten Anforderungen nicht AGG-konform sind.

Hier ist Ungleichberechtigung in Stellenanzeigen erlaubt

Diskriminierung kann unter besonderen Umständen aber auch erlaubt sein. Ungleichbehandlungen sind gemäß § 5 AGG gerechtfertigt, wenn sie dazu dienen, bestehende Ungleichheiten auszugleichen. Dazu zählt zum Beispiel die Frauenförderung, oder die bevorzugte Einstellung von Schwerbehinderten.

Unterschiedliche Behandlung kann auch zulässig sein, wenn sie eine unverzichtbare Voraussetzung für die Tätigkeit ist. Also die Diskriminierung für die Art der auszuübenden Tätigkeit oder der Bedingungen ihrer Ausübung eine wesentliche und entscheidende berufliche Anforderung darstellt.

Die Forderung nach einer bestimmten Konfession, Weltanschauung oder Religion ist in Stellenanzeigen ausschließlich für sog. Tendenzbetriebe, also Kirchen oder kirchliche Einrichtungen bzw. Gotteshäuser, erlaubt. Jedoch auch nur dann, wenn die Konfession eine objektive Rolle für die ausgeschriebene Vakanz spielt.

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